Landesmeisterschaften Tennisverband Sachsen Anhalt Senioren
Stendaler erfolgreich in Dessau
Bei den Landesmeisterschaften des Tennisverbandes S-A der Senioren in Dessau, die vom 13.-15. August bei zumeist widrigen Wetterverhältnissen stattfanden, konnte sich die sechsköpfige Delegation aus Stendal mit dem Abschneiden mehr als zufrieden geben.

Herausragend dabei der Sieg von Monika Hundt, die zusammen mit ihrer Tochter Steffi und Ehemann Detlef Hundt angereist waren, die sich im hart umkämpften Finale gegen Heidrun Leiprecht aus Krosigk erst im Championstiebreak mit 10:7 durchsetzen setzen konnte. Bereits im Halbfinale musste M. Hundt über den Championstiebraek gehen, um das Finale zu erreichen. Ihre herausragende konditionelle Verfassung trug dann auch bei den oft langen Ballwechseln dazu bei, dass die Gegner zuerst den Fehler begingen. Im Finale konnte M. Hundt den 1. Satz mit 6:2 sicher für sich aufgrund des druckvolleren Spiels verbuchen, doch im 2. Satz konnte H. Leiprecht dagegen halten und bestach durch ihre sicheren Rückhand – cross Bälle. Doch im Tiebreak gelang es M. Hundt den Slice noch stärker und effektiver einzusetzen und ihre Gegnerin zu Fehlern zu zwingen.
Letztlich boten beide Spielerinnen ein hervorragendes und temporeiches Match, so dass beide den Titel verdient gehabt hätten.
Bei den Herren 50+ konnte Rainer Hannemann, als leistungsstärkster Spieler der SG Einheit Stendal den Titel des Vize-Landesmeisters erringen. Nachdem Hannemann nach Freilos im Halbfinale den 1. Satz souverän mit 6: für sich entscheiden konnte, trat das ein, was in dieser Saison einige male geschah. Der Satz wurde relativ schnell abgegeben und früh lag Hannemann im 3. entscheidenden Satz mit 0:4 zurück bevor er sich mit seiner eloquenz und Beharrlichkeit sowie seiner taktischen Umstellung wieder herankämpfte und letztlich mit 6:4 gewann.
Im Finale musste sich Hannemann mit dem sehr laufstarken und seinen Grundschlägen sicher agierenden Lutz Püffeld auseinandersetzen. Wie hart umkämpft dieses Finale zeigt sich bei einigen knappen Entscheidungen, die dazu führten, dass ein Stuhlschiedsrichter angefordert wurde, um die leicht erregten Gemüter zu beruhigen , was dann auch gelang. Ausschlaggebend für die Niederlage war letztlich ein im 2. Satz schlechtes Aufschlagspiel von Hannemann, der mit der Variante des von Unten Aufschlagens zwar seinen Gegner das ein und andere mal zu einigen Punktverlusten verleitete und durch Umstellung seines Spiels sogar einen 1:5 Rückstand zu egalisieren vermochte, aber letztlich dann doch mit 5:7 unterlegen war. Ein dennoch toller Erfolg und Gratulation an R. Hannemann für den Vize-Meistertitel.
Nicht ganz so gut ereilte es Detlef Hundt , der zwar sein 1. Match relativ sicher gewann, aber dann im Halbfinale gegen den Vorjahressieger und Landesmeister Weber nach 4:1 Führung dann doch noch den 1. Satz mit 4:6 abgeben musste und gegen die sicher und präzise geschlagenen Bälle keine Gegenmittel mehr fand und somit den 2. Satz mit 3:6 abgab und kein reines Stendaler Finale stattfinden konnte.
Zum ersten mal nahm Steffi Hundt an den Landesmeisterschaften teil und konnte in den Gruppenspielen einen ersten Sieg erringen. Mit etwas Glück hätte es auch zu Rang 3 oder sogar Rang 2 bei den Damen 30+ klappen können. Auf jeden Fall sammelte sie reichlich Punkte und konnte die Leistungsklassenstufe noch weiter hochklettern.

Jutta Schröder hatte bei dieser starken Konkurrenz kaum eine Chance auf ein weiterkommen und schlug sich dennoch tapfer, ebenso wie Axel Achilles der sich gegen zwei leistungsklassenstärkere Gegner der B-Gruppe knapp geschlagen geben musste, aber durchaus positive Eindrücke sammeln konnte, wie auch die SG Einheit Stendal einen insgesamt guten Eindruck in Dessau hinterlassen haben dürfte. Zu erwähnen sei noch, dass die Unterbringung in der Pension Holzwurm zwar relativ preiswert, aber für alle einen Blick zurück in alte DDR - Wohnungen bescherte. Doch für eine Nacht hielt es auch „Mutter“ Hundt mit Tochter aus,,,,,,,,,
