Radtour der Herren 40+
Tennisspieler sind ja bekanntlich hart im Nehmen. Sie spielen bei Sturm, Regen, Sonne und Kälte. In diesem Jahr hatten sich die Herren 40 der SG Einheit Stendal den denkbar heißesten Tag ausgesucht, um ihre jährliche Radtour zu veranstalten.
Mit dem Zug ging es am 10. Juli morgens in die Landeshauptstadt, von da aus sollte zurück nach Stendal geradelt werden. Durchs BUGA-Gelände und über den Elbe-Radweg wurde als erstes am Wasserstraßenkreuz Station gemacht und eine kleine „Radler“-Pause eingelegt. Wenig später passierte das, was kein Radler gerne sieht – eine Reifenpanne bei Heinz-Erhardt Woltert. Diese konnte zwar schnell selber repariert werden aber bereits nach 20 Minuten begann der Drahtesel wieder zu lahmen und musste im Dorf Schartau neu verarztet werden. Einen neuen Schlauch und das nötige Werkzeug stellte ein freundlicher Dorfbewohner bereit, dem an dieser Stelle noch mal herzlich gedankt werden soll, auch wenn der Name den Männern leider nicht mehr einfällt. Dann konnte die Fahrt endlich weitergehen. Die Fähre Rogätz brachte die Radler an das Westufer der Elbe, wo sich alle bei einem leckeren Eis abkühlen konnten, denn da waren es bereits weit über 30 Grad und die Sonne brannte allen beim Weiterfahren unermüdlich auf den Pelz. Die längere Mittagspause in Bertingen brachte nur eine kleine Abkühlung und so beschlossen die Radler, im Kellerwiehl bei Bittkau eine Runde zu schwimmen. Doch der See konnte nicht mit kühlem frischen Wasser dienen, vielmehr erwies er sich als zugewachsener badewannenwarmer Tümpel und niemand versteht bis heute, dass man da auch noch Eintritt zahlen musste. Aber was tut man nicht alles, um sich zu erfrischen. Die Höchsttemperatur lag bei unglaublichen 42 Grad in der Sonne, aber für alle Fälle war ja auch ein Arzt unter den Sportlern dabei. Auf den Zweirädern ging es dann weiter Richtung Tangermünde zum „Störtebecker“, wo die letzte kleine „Radler“-Pause eingelegt wurde. Nach 105 Kilometern, gefühlten hundert getrunkenen Wasserflaschen und mit knurrendem Mägen kamen die 8 Männer im Garten von Olaf Henning an. Norbert Brunke, der sich zuvor erfolgreich vorm Radeln gedrückt hatte, übernahm die Rolle des Grillmeisters und versorgte alle mit genügend Fleisch. Dass die deutsche Nationalmannschaft an diesem Abend auch noch den 3. Platz bei der WM holte, rundete den Tag super ab. Und alle anderen Spieler der 40er Mannschaften, die leider nicht dabei sein konnten, müssen nicht bis zum nächsten Jahr warten. Ende September wird noch einmal kräftig in die Pedalen getreten und das bei hoffentlich kühleren Temperaturen.
