Aufstieg Herren 50+
Mit einer souveränen mannschaftlich geschlossenen Gesamtleistung über die gesamte Saison 2010 hinweg, haben die Männer der SG Einheit Stendal um Kapitän Norbert Brunke, den Aufstieg ohne Punktverlust in Landesoberliga der Herren 50 geschafft.
Auch wenn die Presse bereits nach dem Sieg in Biederitz voreilig von einem Staffelsieg schrieben- und das bei allem Respekt gegenüber der freien Presse, gegenüber den anderen Mannschaften, nicht die feine Art ist - sondern im Gegenteil die Staffel durchaus ebenbürtig hinsichtlich der Spielstärke waren, so konnte die schweren Hürden nur durch herausragende Leistungen jedes Einzelnen genommen werden, die bei manch einem bis an die Schmerzgrenzen gingen. Natürlich waren an Rainer Hannemann, Detlef Hundt und Hartmut Fehle die höchsten Erwartungen gesetzt, die auch in das sie gesetzte Vertrauen absolut gerechtfertigt haben, aber auch Norbert Brunke und Axel Achilles konnten mit ihren Einsätzen zum Gesamterfolg beitragen und zum wiederholten male zum Aufstieg – vormals Landesliga – beitragen.
MTC Germania 1926 ( Magdeburg) setzte mit einer herausragenden Mannschaftsaufstellung gegen die Spieler der SG Einheit Stendal unter Druck. So musste sich D. Hundt mit dem laufstarken Pawel Klimezak auseinandersetzen, wobei sich Hundt mit seinen langen, präzisen Grundlinienschlägen und den überraschenden Netzattacken letztendlich souverän mit 6: 1, 6:2 durchsetzen konnte. Genauso souverän setzte sich Hartmut Fehle, der ebenfalls eine herausragende Saison spielt, gegen Dieter Rätzel mit 6:1, 6:1 durch und seinem Gegner mit seinen nicht zu erkennenden präzisen Schlägen permanent unter Druck setzte.
Mit einer 2:0 Führung, wobei ein 3:3 bereits für den Aufstieg ausreichten, lag es an Norbert Brunke bereits frühzeitig alles klar zu machen. Doch hatte in Baldur Müller einen kapf- und laufstarken gegenüber stehen, der auch mit Brunkes stark unterschnittenen Bällen nicht aus dem Konzept zu bringen war und trotz Aufbietung aller Kräfte und starkem läuferischen Einsatz mit 3:6 und 2: 6 das Match abgeben musste.
Somit lag es an Rainer Hannemann gegen Menso von Possel den entscheidenden dritten Punkt vorzeitig einzufahren, um den anstehenden Doppelbesetzungen den Druck abzunehmen. Im 1. Satz konnte Hannemann sein gradliniges, sicheres Grundlinienspiel sicher durchziehen und ging mit 6:4 in Führung. Im 2. Satz konnte dagegen von Possel mit herrlichen topspin – Rückhandpeitschen – gem. dem Motto Hop oder Top – Hannemann immer mehr unter Druck setzen, der sich ungeahnte Flüchtigkeitsfehler leistete, vielleicht auch überrascht vom aggressivem Spiel seines Gegners, der in dieser Phase aber auch jeden Ball punktgenau traf. So musste Hannemann den 2. Satz mit 5:7 abgeben.
Etwas unruhig war es dei den Mitspielern von Hannemann, als er ziemlich schnell mit 0:4 im entscheidenden 3. Satz hinten lag und sich der ein oder andere schon Gedanken über die Doppelbesetzung anstellte, aber es kam alles anders. Rainer Hannemann stellte fortan sein Spiel um und provozierte seinen Gegner zu Fehlern, die es vorher nicht gab und holte Punkt für Punkt auf, so das er am Ende sechs Spiele in Folge machte und der Jubel, aber auch die Erleichterung seiner Kameraden, nach erfolgreich abgeschlossenem Matchball für Hannemann, kaum zu bremsen war. . Natürlich konnte es sich Mannschaftsführer N. Brunke nicht nehmen lassen, die Sektkorken knallen zu lassen . Es sollte auch erwähnt werden, dass R. Hannemann das Spiel und die Mannschaft so wichtig war, dass er eigens mit seiner Lebensgefährtin aus Halle/ Westfalen angereist kam und auf das Endspiel der Gerry Open mit Federer und Hewitt verzichtete und sich in den Dienst der Mannschaft und letztendlich des Erfolges gestellt hatte.
Die anschließenden Doppel waren zwar dann nicht mehr entscheidend, doch wollte die SG Einheit Stendal e.V. auch das letzte Punktspiel gewinnen und sich mit einem Unentschieden nicht zufrieden geben.
Den vierten Punkt sicherten sich Rainer Hannemann und Axel Achilles in einem ansehnlichen und abwechslungsreichen Match mit vielen Grundlinienduellen und Netzangriffen auf beiden Seiten und gewannen mit 6:4, 6:4. N. Brunke und H. Fehle unterlagen etwas unglücklich gegen Klimezak und Müller 5:7 und 4:6, was aber die Freude über den Aufstieg nicht trüben konnte und somit alle 5 Spiele in der Staffel gewonnen wurden und den Biederitzer TC zum wiederholten male zum Nicht – Aufstieg verdammt waren.
