Biathlon in Oberhof

Eine besondere Art der Trainingsvorbereitung der SG Einheit Stendal – Tennis unternahmen 16 Mitglieder der SG Einheit Stendal am Wochenende in Thüringen.
Was zunächst als persönliche Geburtstagsüberraschung zum runden Geburtstag des Sportwartes D. Hundt im Dezember angedacht war, entwickelte sich plötzlich zu ungeahntem Interesse gleich mehrerer Sportinteressierte aus den Tennismannschaften der 40 - iger, 50 - iger und der Damenmannschaft. So begaben sich gleich sechzehn Langlauf - und Biathloninteressierte am 27. 2. mit auf den Weg nach Oberhof.
Noch am gleichen Tag wurden die ersten Langlauftests absolviert, wobei einige gleich zu Beginn enormes Talent auf den schmalen Brettern bewiesen, gleichwohl sie noch nie in Kontakt mit denselben getreten waren. Einige mutige stiegen sogar auf Skatingski um, wobei manch einer dann doch auf die klassischen Langlauf – Ski am Wettkampftag umstiegen.
Nach einem anstrengendem Eingewöhnungstag ging es dann zum gemeinschaftlichen Abendessen ins Restaurant „Vergissmeinnicht“ - wohl ahnend, dass es am nächsten morgen zu einem, für alle Beteiligten, „unvergesslichen“ Biathlon - Wettkampftag werden sollte.
Nachdem die Crew um das Biathlonrevier bereits vorab die Namensliste erhielten und mit D. Hundt, R. Hannemann, J. Wetter sowie N. Brunke die vermeintlich stärksten Langlaufspezialisten als Staffelführer gesetzt wurden, erfolgte vor Beginn des Wettkampfes die Zulosung der weiteren 12 Mitstreiter und der Veranstalter ein glückliches Händchen bei der Auslosung bewies, was sich im weiteren Wettkampfverlauf noch erweisen sollte. Doch zunächst erfolgte die Einweisung in die Handhabung des Gewehres. Zum Glück brauchten wir diese nicht mit auf die ca. 800 m lange Runde nehmen, die drei mal zu bewältigen war. Jeder Teilnehmer konnte unter persönlicher Betreuung die ersten 5 Probeschüsse auf die 50 m. entfernte Scheiben abgeben und man glaubte es kaum, die Damen räumten gleich reihenweise alle 5 Scheiben ab. Auch wenn die Herren der Schöpfung zunächst nicht viel schlechter abschnitten, da man sich sicher war im Laufe des Wettkampfes unter Belastung doch besser abzuschneiden, - jedoch weit gefehlt, auch im Wettkampf bewiesen insbesondere Beate Goroncy, Sabine Lang, Steffi Güldenpfennig, Birgit Wetter und Jutta Schröder, nach zwei anstrengenden Runden enorme Treffsicherheit und räumten alle Scheiben ab, ohne eine Strafsekunde absitzen zu müssen. Auch Steffi Hundt hatte lediglich einen Schießfehler zu vermelden. Dagegen bewiesen nicht alle Männer diese Fähigkeiten, bis auf Jörg Wetter und Gerd Lange. Nachdem die Staffeln feststanden und Norbert Brunke mit drei Frauen ( B.Goroncy/Steffi Hundt/B.Wetter ) fast eine Frauenstaffel aufwies und sich wohl kaum Chancen auf einen der vorderen Plätze ausrechneten. Während des Rennens bewiesen insbesondere D. Hundt, als Laufzeitbester vor Jörg Wetter, Norbert Brunke sowie Olaf Henning, als Langlauf–Neueinsteiger und Rainer Hannemann ihre konditionelle und lauftechnische Überlegenheit in Ihrer Staffel. Bei den Frauen bewiesen dies Monika und Steffi Hundt. Aber auch G. Lange überzeugte mit tollem Kampfgeist, wie auch alle anderen Teilnehmer, die hier nicht erwähnt sind, zu keinem Zeitpunkt aufgaben und das letzte aus sich rausholten. Zum Wettkampfgeschehen: Nachdem J. Wetter als Startläufer der 4. Staffel bereits einen beruhigenden Vorsprung herauslief und schoss, der von M. Hundt ausgebaut und durch Gabi Henning - Sobania gesichert werden konnte, gelang es D. Hundt mit der 1. Staffel fast anderthalb Runden Rückstand mit seinen raumgreifenden Skatingschritten aufholen. Mit eigentlich beruhigendem Vorsprung ging dann A. Achilles als letzter Läufer in seiner Staffel in die Runde. Doch beim Schießen erfolgten dann einige Fahrkarten, so dass der Vorsprung allmählich schmolz und Steffi Hundt aufgrund hervorragender Schieß - und Laufleistungen bis auf 19 Sekunden auf den Führenden heranskatete, der sich im klassischen Langlaufstil doch merklich schwerer tat und mit allerletzter Kraft nach der letzten Steigung, unter lautstarker Unterstützung seiner Mitstreiter dann „professionell“ mit letzter Kraft ins Ziel stürzte und mehr oder weniger „zusammenbrach“, jedoch den Sieg der Staffel um J. Wetter um wenige Sekunden Vorsprung retten konnte.
Letztendlich waren alle Sieger, da sich alle redlich mühten, alle das Ziel erreichten und glücklich darüber waren, was sie geleistet hatten. Im Vordergrund stand, neben all dem sportlichen Ehrgeiz aller Teilnehmer, für alle der Spaß. Das alle gesund und ohne Blessuren, aber manch einer mit Muskelkater nach Hause kamen, sollte nicht unerwähnt bleiben.
So waren am Ende des Wettkampfes, alle, von der etwas anderen Vorbereitung in die Tennissaison, offensichtlich begeistert, so dass jetzt schon für das nächste Frühjahr wieder im Restaurant „Vergissmeinnicht“ eine große Tafel für die SG Einheit Stendal reserviert werden kann.

Axel Achilles
Pressewart