Die Stendaler Tenniswochen sind am vergangenen Wochenende traditionell mit der 3. Auflage der M&S Open abgerundet worden. 27 Teilnehmer aus 16 Vereinen, die aus den Tennisverbänden Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Berlin kamen, spielten an zwei Turniertagen um die Titel in den Altersklassen Herren 30, 50 sowie Damen 30. „Wir hatten in diesem Jahr leider mit vielen, kurzfristigen Absagen zu kämpfen, so dass das Teilnehmerfeld kleiner war gegenüber den Vorjahren“, berichtete Organisatorin Anke Thiermann, die zusammen mit Timo Poetzsch und Cora Kaupke das Championat leitete.

Besonders die Konkurrenz der Herren 30 hatte mit den kurzfristigen Ausfällen zu

kämpfen. So mussten mit dem topgesetzten Oliver Bruns, Jens-Uwe Walther (beide THC Lüneburg) und Sven Horn (Berlin) gleich drei Akteure vor dem

Turnierbeginn zurückziehen.

Der spielerischen Qualität tat dies jedoch kein Abbruch, so dass viele gutklassige Ballwechsel bestaunt werden durften. Diese gab es in reichlicher Menge im Endspiel dieser Altersklasse zu bewundern, das Thomas Retzlaff (Wolfsburg)

und Marc Fühnen (TC Tiergarten) bestritten. Dort setzte sich Retzlaff, der seit Jahren zu den treusten Gästen des Turniers zählt, knapp mit 7:5 und 6:4

durch. „Eine spannende Partie. Man hoffte eigentlich schon auf einen dritten Satz, damit man noch mehr schönes Tennis zusehen bekommt“, verriet Thiermann.

Viele Überraschungen und spannende Spiele hielt die teilnehmerstärkste Konkurrenz der Herren 50 parat. Bezeichnend dafür war der Turnierverlauf des ungesetzten Hans-Heinrich Drimalski (TC Lüchow). Als ungesetzter Spieler setzte sich der Niedersachse zunächst gegen Guido Krümmel (Einheit) mit 6:1, 6:1 durch, ehe Drimalski im Viertelfinale den topgesetzten Lutz Lucht (TK Goslar) furios in zwei Sätzen schlug. Der Überraschung folgte ein spannendes Halbfinale gegen Thoralf Pasler (TC RW Dessau), das nach 1:1 in den Sätzen, in den Entscheidungssatz ging. Dieser war bis zum letzten Ball an Dramatik nicht zu überbieten. Ein Spiel der Nerven konnte schlussendlich der Lüchower mit 6:4, 1:6 und 7:5 für sich entscheiden. „Das war ein vorweggenommenes Finale“, schätzte

die Einheit-Finanzwartin ein. Neben Drimalski sorgte Detlef Krause vom TC Salzwedel für die größte altmärkische Überraschung. Nach einem souveränen Erfolg gegen Manfred Knoll (TC Stendal) profitierte der Jeetzestädter im Halbfinale von der Aufgabe des Potsdamers Thomas Gayk beim Stand von 4:6, 2:0. Etwas unerwartet stand Krause somit im Endspiel, das der TCS-Spieler

glatt in zwei Sätzen gegen einen furios spielenden Drimalski verlor. „Hans-Heinrich hatte sich den Turniersieg durch seinen läuferischen Einsatz sehr verdient“, so Thiermann abschließend. Die Nebenrunde entschied Detlef Hundt im vereinsinternen Duell gegen Guido Krümmel für sich. Acht Teilnahmen, acht

Turniersiege. Mit dieser Bilanz wartete Elke Thele (Burg/Einheit) im Teilnehmerfeld der Damen 30 auf. Diese bestätigte die gebürtige Burgerin auch in

ihrem Auftaktspiel gegen Cornelia Sauer (Einheit) und auch im Halbfinale gegen Johanna Novy (Eintracht Celle), das die 53-jährige nach Satzrückstand mit 4:6, 6:0, 6:1 gewann. Doch jede gute Serie geht einmal zu Ende. So musste sich

Thele im Endspiel gegen die favorisierte und elf Jahre jüngere

Stefanie Reimchen (VfL Westercelle) mit 2:6, 3:6 geschlagen geben. Für ein positives Ergebnis sorgte zudem Heidi Schimmelpfennig (Einheit) mit

dem Einzug in das Halbfinale. Überraschend entschied Katja Böttcher im vereinsinternen Duell gegen Monika Hundt die Nebenrunde nach drei packenden Sätzen für sich. „Wir hatten schöne Turniertage.

Vielen Dank an Besaiter Achim Seeber, Schiedsrichterin Nicole Leider und Physiotherapeutin Ramona Kaupke sowie dem Küchenpersonal, so Thiermann abschließen.