Ein Tennisspektakel der Extraklasse

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Von Max Pefestorff ›

Einen Beweis dafür lieferte besonders das Damen-Finale zwischen den topgesetzten Spielerinnen Katharina Holert (Tennisriege Essen) und der 15-jährigen Julia Marzoll (HTV Hannover), das nicht nur das beste Spiel des Turniers war, sondern vielmehr auch den Beweis dafür antrat, welche hohe sportliche Qualität die diesjährigen B&K Altmark Open aufboten.

Deutsche Meisterin U 13
Marzoll, die 2014 deutsche Meisterin in der Altersklasse U13 wurde, verzückte anfangs nicht nur das fachkundige Tennispublikum mit ihrem druckvollem Grundlinienspiel. Auch die favorisierte Kontrahentin Holert zeigte sich zunächst beeindruckt vom erfrischenden Offensivspiel der Hannoveranin, die den ersten Satz mit 6:1 für sich entschied. Doch Holert konterte und sorgte für den Satzausgleich, ehe sie im Entscheidungssatz bereits mit 1:4-Punkten in Rückstand geriet und die Partie furios umbog in einen 6:4-Erfolg.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht vor dem Publikum zu spielen“, zeigte sich die 23-Jährige aus Essen mit der Turnier-Atmosphäre zufrieden.

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Altmärker enttäuschen
Enttäuschend verliefen dagegen die Auftritte der jungen Spielerinnen aus der Altmark. Mit Amy Marscheider, Lea Klinke, Julia Beckmann (alle Einheit) sowie der gesetzten Madlen Lüdtke (TVO) schieden alle regionalen Teilnehmerinnen bereits in der ersten Runde deutlich aus. „Das zeigt das hohe Niveau in der Damenkonkurrenz“, berichtete Organisator Detlef Hundt, der zusammen mit Gerd und Sabine Lange das Championat über drei Tage leitete.

Schwerer Stand
Einen schweren Stand hatten ebenso die männlichen Akteure aus der Altmark in der Herrenkonkurrenz. Mit Michael Seeber, Max Pefestorff, Carsten Zeihn und Tom Teichert (alle Einheit) scheiterten gleich vier Akteure in der ersten Runde. Dagegen sorgte der 13-jährige Leon Kaufmann (Einheit) für die Sensation im Turnier. Einem Pflichtsieg gegen Mathias Neumann (1. TC Magdeburg) folgte ein Erfolg gegen Teamkollege Eldin Balic (Einheit), der nach einer Schulterverletzung im zweiten Satz aufgeben musste. Dass Kaufmann im Anschluss mit Joshua Kugel (Berlin), den an vier gesetzten Spieler aus dem Turnier werfen würde, war dann doch eine kleine Überraschung. „Leon spielte nach Satzrückstand in Satz zwei und drei wie aus einem Guss “, so Trainer Hafemann stolz. Erst im Halbfinale stoppte Patrick Fleischhauer (Kronberg) den Erfolgslauf. Dieser zeigte sich im anschließenden Endspiel gegen den topgesetzten Christoph Uster, der im Halbfinale mit Peter Hodel den deutschen Herren 30 Meister ausschaltete, nervenstark. Einen Satzrückstand bog der 17-jährige Fleischhauer in einem 5:7,6:3,6:1-Triumph um und begeisterte dabei unter anderem mit starkem Volleyspiel.

Guter Gastgeber
Die SG Einheit Stendal, die 43 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 26 verschiedenen Vereinen an drei Turniertagen begrüßte, zeigte sich als hervorragender Gastgeber. „Die Spieler schätzen unser Turnier mit dem gemeinsamen Spieler-Buffet, der kostenlosen Massage und dem mit Linienrichtern besetzten Endspielen“, so Hundt, der sich bereits jetzt auf die kommende Auflage freut.