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Eine ganz eigene Krönung der Wintersaison vollzog Katharina Scholtisek bei den Tennis-Landesmeisterschaften. Nach drei Titelgewinnen als Trainerin durfte die gebürtige Magdeburgerin nun ihr ganz persönliches Meisterstück feiern.

Ob der Titelgewinn als Trainerin oder als Spielerin schwieriger zu ergattern ist, das bleibt wohl eine subjektive Frage. Doch allein die objektive Tatsache, dass Katharina einen derartigen Erfolgslauf in den letzten Wochen feiern darf, lässt nicht nur die 33-Jährige strahlen sondern der ganze Verein gleich mit. Denn nach den Titeln von Jill Wrobel und Amy Marscheider hat Katharina den Titel-Hattrick vollendet.
Dass der Weg zu einem Titel aber auch sehr steinig sein kann, zeigte das Endspiel gegen das junge Magdeburger Talent Sophie Tihomirnova. Denn die 15-jährige verlangte der Wahl-Berlinerin zunächst nicht nur einiges ab, sondern ging zwischenzeitlich auch mit einem Break in Führung. Doch Kathi wusste zu kontern und brachte die Entscheidung des ersten Satzes in den Tiebreak. Ein wahrer Nervenkrimi entwickelte sich, der sein Ende nach dem sechsten verwandelten Satzball von Scholtisek beim Stand von 11:9 im Tiebreak fand. Fortan ließ Sie nichts mehr anbrennen und servierte den Titelgewinn souverän nach Hause – 7:6,6:2.

Die übrigen altmärkischen Einheit-Starterinnen scheiterten bis auf Amy, die die höher eingestufte Viktoria Klehr (Lok Blankenburg) im Achtelfinale in drei Sätzen bezwang, bereits im Achtelfinale. Lea spielte sich in der Nebenrunde bis in das Finale verlor, das sie gegen Celina Kleefeld (Lok Blankenburg) verlor. Im Hauptfeld unterlag sie nach guter Leistung gegen Linda Wilkerling 2:6,3:6. Jessica unterlag zunächst Sophie Tihomirnova (1.TC Magdeburg) und scheiterte nach Auftaktsieg gegen Julia Reichenbach (Schönebecker SC) an Celina Kleefeld im Halbfinale der Nebenrunde.

Nach einigen spielerischen Problemen zum Turnierauftakt gegen Ferdinand Haase (Sandanger Halle) – Micha gewann die Partie 7:5,7:6 – setzte sich Micha im Viertelfinale gegen den jungen Jannik Hesse (Biederitzer TC) durch einen starken 6:0, 6:2-Erfolg in Szene. Für den Einzug in das Endspiel sollte es aber schlussendlich nicht reichen, da sein Kontrahent Sebastian Beilecke (TC Wernigerode) bei eigenem Aufschlag souverän agierte und Seeber zweimal den Aufschlag abnahm – 3:6,4:6. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille erspielte Micha erstmals eine Einzelmedaille bei einer Landesmeisterschaft.

Carsten Zeihn schied dagegen nach deutlichem Auftaktsieg im Achtelfinale gegen Philipp Krömer (Biederitzer TC) im Viertelfinale aus.

Turniersieger wurde Christian Möhrke (TC RW Dessau).

Bericht Volksstimme Maximilian Pefestorff