Herren feiern wichtigen Sieg gegen Krumbholz Bernburg

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Kälte, niedrige Temperaturen und ein stark böiger Wind. Die äußeren Bedingungen waren nur wenig einladend, um das beste Tennis an diesem Tag abzurufen.
Doch das war gegen die Bernburger, die ebenfalls wie die Herrenmannschaft in die Landesoberliga aufgestiegen sind, bitter nötig. Immerhin verstärkten sich die Saalestädter mit zwei Polen, die auch gegen unsere Herren zum Einsatz kamen. Erschwerend kam hinzu, dass man kurzfristig den Ausfall von Carsten Zeihn, der sich am Handgelenk verletzt hatte, kompensieren musste. Carsten’s Bruder, Stephan Zeihn, ersetzte ihn an Position fünf spielend.
Martin Hólis, Ingo Mohme und Maximilian Pefestorff schlugen in der ersten Einzelrunde für ihr Team auf. Martin, der an Position zwei spielte, erwischte einen Sahnetag. Für seinen 6:0, 6:1 Sieg gegen Stefan Männicke benötigte der Tscheche lediglich 40 Minuten. Einen rabenschwarzen Tag erwischte dagegen Max gegen Christian Pap. Nach dem sich der Linkshänder das erste Spiel im Match sicherte, riss beim 25 jährigen komplett der Faden. Eine schlechte Leistung ließ ihn schnell ins Hintertreffen geraten. Nach einer ungefähren Spielzeit von einer Stunde war die deutliche Niederlage besiegelt. Damit gelang den Bernburgern postwendend der Ausgleich.
Ingo besorgte in der Folge die abermalige Führung nach seinem 7:6, 6:3 Sieg gegen Michael Balke.
Im Spitzeneinzel standen sich Thomas Schumacher und der Pole Maciej Borowiak gegenüber. Gegen das druckvolle und präzise Spiel des Polen fand Thomas nur schwer die richtigen Mittel, sodass am Ende eine klare Niederlage zu Buche stand. Damit gelang den Bernburgern wiederum der Ausgleich.
Um sich eine gute Ausgangslage vor den Doppeln zu erspielen, mussten nun mindestens zwei Siege aus den letzten beiden Einzelpartien eingefahren werden.
Stephan Zeihn, der in der Vorwoche bei den 2.Herren einen guten Auftritt absolvierte, spielte gegen einen extrem fitten Heiko Schimpf, der ansonsten für die Herren 40+ Oberligamannschaft des TC Krumbholz aktiv ist. Nur schwer kam Stephan in die Partie gegen einen sehr sicheren Gegenüber. Viele leichte Fehler bedeuteten einen schnellen Satzverlust. In der Folge stellte Stephan sein Spiel um, sodass er den zweiten Satz mit 6:3 für sich entschied. Im Entscheidungssatz lieferten sich beide viele umkämpfte Slice-Duelle mit dem zunächst besseren Ausgang für Stephan. Nach dem ihm ein Break zum 5:2 gelang, deutete viel auf den dritten Einzelpunkt für das Herren-Team hin. Doch Schimpf gab sich nicht geschlagen und glich zum 5:5 aus. Ein hart umkämpftes Aufschlagsspiel von Stephan sichert die 6:5 Führung. Im folgenden Returnspiel gelingen Stephan drei Punkte am Stück, 0:40 und somit drei Matchbälle. Doch Schimpf wehrt zwei Matchbälle ab. Doch aller guten Dinge sind drei und der dritte Matchball sichert Spiel, Satz und Sieg für den Stendaler.
Nun lag es an Micha den entscheidenden vierten Einzelpunkt einzufahren. Gegen den Polen Tomasz Peda, der wie Schimpf am Vortag für die Herren 40+ erfolgreich aktiv war, lief es besonders im ersten Satz nicht rund. Wie bereits Stephan gelang es auch Micha durch eine Spielumstellung das Match zu drehen. Gute druckvolle Grundschläge und konsequentes Nachrücken ans Netz setzten Peda immer häufiger unter Druck. Micha zog weiterhin seine Spielweise bärenstark durch und entschied die folgenden Sätze deutlich mit 6:2 und 6:3 für sich. Der wichtige vierte Einzelpunkt war für die Herren gesichert. Mindestens einen Matchpunkt galt es nun aus den Doppelspielen mitzunehmen. Recht zügig entschied man sich für die Paarungen Schumacher/Pefestorff im 1.Doppel, Mohme/Seeber im 2. sowie Hólis/Zeihn im 3.Doppel. Der Plan, Hólis/Zeihn in das dritte Doppel zustellen, ging aus Sicht der Gastgeber voll auf. Beide zeigten gegen Balke/Schimpf eine starke Leistung und setzten sich mit 6:0,6:1 durch. Ebenso furios spielte das zweite Doppel auf. Ingo und Micha spielten einen perfekten ersten Satz mit überragenden Ballwechseln gegen das Duo Borowiak/Pap. Am Ende hieß es für beide, nach engerem zweiten Satz, 6:0, 6:4. Langezeit war auch das Spitzendoppel Schumacher/Pefestorff gegen Männicke/Peda auf der Siegerstraße. Nach dem das Duo den ersten Satz mit 6:2 für sich entschied und im zweiten Satz mit 3:2 führte, unterliefen dem Doppel immer mehr Fehler. Im Entscheidungssatz gelang zunächst ein Break. Dieses sollte jedoch nicht lange Bestand haben. In der Folge gaben sowohl Max als auch Thomas den Aufschlag ab und lagen mit 3:5 im Rückstand. Doch die beiden gaben sich nicht geschlagen und glichen zum 5:5 aus. Doch Max, der an diesem Tag wohl seine Form im Bett liegen gelassen hatte, gab prompt seinen Aufschlag her. Das folgende Aufschlagsspiel servierte das Bernburger Doppel souverän zum 7:5 aus.

Dennoch konnten die Herren am Ende über einen wichtigen 6:3 Sieg jubeln, der für den Klassenerhalt enorm wichtig ist. Das nächste schwere Spiel bestreiten die Herren beim amtierenden Landesmeister in Köthen am 25.Mai.

Einzel:
Schumacher-Borowiak 1:6,1:6 ; Hólis-Männicke 6:1, 6:0 ; Seeber-Peda 3:6, 6:2, 6:3
Mohme-Balke 7:6, 6:3 ; S.Zeihn-Schimpf 0:6, 6:3, 7:5 ; Pefestorff-Pap 1:6,1:6

Doppel:
Schumacher/Pefestorff -Männicke/Peda 6:2, 3:6, 5:7 ; Seeber/Mohme – Borowiak/Pap 6:0, 6:4 Hólis/S.Zeihn – Balke/Schimpf 6:1, 6:0

Ein Bericht von Maximilian Pefestorff