TSchumacher

Herren unterliegen zum Auftakt beim SV Lok Blankenburg mit 2:7

Bekanntermaßen sind es die nackten Zahlen, die am Ende einer Begegnung für sich sprechen. Auch wenn das Endergebnis letztendlich einen klaren Sieg der Blankenburger aufweist, zeigten sich die Einheit Herren besonders in den Einzelbegegnungen auf Augenhöhe mit der starken Konkurrenz aus dem Harz.

Zur Auswärtspartie traten die Herren mit ihrem „Neuzugang“ Martin Hólis an, der bereits für die Herren 30 der SG Einheit aktiv war, um einen überraschenden Coup beim Favoriten zu landen.

Der Plan, aus der ersten Einzelrunde mindestens zwei Matchpunkte mitzunehmen, schien zunächst aus Sicht der Stendaler aufzugehen. Den ersten Punkt sicherte Ingo gegen Tobias Mahrholz mit 6:4 und 7:6. Zeitgleich unterlag, nach steigernder Leistung im zweiten Satz, erwartungsgemäß Max dem starken Lok Talent Christopher Eckert mit 0:6, 4:6.

Nun lag es am Tschechen Martin Hólis, der an Position zwei spielte, die Herren wieder in Führung zu bringen. Nach frühem Break sicherte sich Martin den ersten Satz mit 6:4. In der Folge riss nicht nur der Faden in Martin’s Spiel sondern auch gleich drei Schlägersaiten. Mit ungewohntem Material verlor er Satz zwei deutlich mit 2:6. Hochdramatisch verlief dann der entscheidende Satz. Ein früher Aufschlagverlust von Martin bedeutete einen 1:3, 0:40 Rückstand. Der Linkshänder drehte jeodch die Partie und glich wiederum zum 3:3 aus. Dann ein weiteres Break durch Martin und die Möglichkeit,beim Stand von 5:4, zum Matchgewinn aufzuschlagen. Doch zwei Netzroller von Kluge lassen die Begegnung in die Verlängerung gehen, 5:5. Danach abermals drei Breakbälle in Folge für unseren Tschechen, die Kluge souverän mit drei starken Aufschlägen abwehrte, 6:5 aus Sicht des Blankenburgers. Der Druck liegt nun bei Martin. 30:30, Aufschlag Hólis und ein lang gespielter Ball des Tschechen, der nach Meinung des Blankenburgers außerhalb des Feldes landete. Nach langer Diskussion entschieden beide fair auf Wiederholung des Punkts, den sich daraufhin Kluge nach langen Ballwechsel zum Matchball sichert und ihn nach abermaliger langer „Rallye“ zum Sieg verwandelt.

In der Zwischenzeit liefen schon die Einzel von Carsten , der gegen Sören Brauns aufschlug, und das Einzel von Micha gegen Stephan Sterzik. Carsten’s Einzel ging im ersten Satz in den Tiebreak, nachdem er schon zwei Satzbälle gegen sich hatte. Diesen entschied Carsten für sich und sicherte zudem souverän den zweiten Satz mit 6:3. Somit der zweite Einzelpunkt für die Herren. Nur schwer kam Micha in die Partie, der früh 1:4 in Rückstand geriet. Doch der 27 jährige drehte die Partie und besaß die Chance, bei 5:4 und eigenen Aufschlag, den ersten Satz zu sichern. Doch einfache Fehler, oftmals Doppelfehler, brachten den wichtigen Satzgewinn so in Gefahr, dass er mit 5:7
noch verloren ging. Im zweiten Satz besserte sich das Spiel von Micha und er erzwang somit den Entscheidungssatz gegen Sterzik. Umso näher es zur Entscheidung kam, desto nervöser wurden beide Spieler. Ein weiterer Aufschlagverlust von Sterzik gibt Micha die Möglichkeit bei eigenen Aufschlag den Sieg einzufahren. Matchball bei 40:30 für Micha, doch ein weiterer Doppelfehler ließ die Partie weiter offen. Danach Aufschlagverlust und Entscheidung im Tiebreak des dritten Satz. Sterzik spielt nun seine ganze Routine aus und triumphiert mit 7:3.

Die Blicke richteten sich nun auf die Nummer eins der Herren, Thomas. Auch der Gardelegener findet nur spärlich in das Spitzeneinzel gegen Sebastian Beilecke. Eine Partie, die stark durch den Aufschlag geprägt wird, entscheidet im ersten Satz der Blankenburger mit 6:3 für sich. Thomas wird anschließend konstanter und sichert sich den zweiten Satz mit 6:3. Im Entscheidungssatz halten beide ihre Aufschläge bis zum 5:5. Bei Aufschlag Beilecke gelingen Schumi zwei gute Punkte zum 0:30. Doch der Blankenburger behält die Nerven und serviert unter Druck starke Aufschläge zum 6:5. Unter Bedrängnis verlassen Schumi die starken Aufschläge im folgenden Spiel. Beilecke nutzt die Schwächephase aus und fährt für sein Team den vierten Einzelpunkt ein.
Für den Gesamtsieg benötigten die Herren drei siegreiche Doppel. Schumacher/Hólis im ersten, Seeber/Mohme im zweiten sowie Zeihn/Pefestorff im dritten Doppel sollten das Unmögliche möglich machen. Die Doppelvariante ging nicht auf, so dass am Ende alle drei Doppel verloren gingen. Für die Herren bedeutet das nun, die Niederlage schnell aufzuarbeiten um am folgenden Wochenende auf heimischer Anlage gegen Krumbholz Bernburg den ersten Sieg einzufahren.

Lok Blankenburg – SG Einheit Stendal

Einzel:
Beilecke-Schumacher 6:3, 3:6, 7:5 ; Kluge-Holis 4:6, 6:2, 7:5 ; Sterzik-Seeber 7:5, 5:7, 7:6
Mahrholz-Mohme 4:6, 6:7 ; Brauns-Zeihn 6:7, 3:6 ; Eckert-Pefestorff 6:0, 6:4

Doppel:

Beilecke/Sterzik – Schumacher/Hólis 7:5, 6:4 ; Kluge/Eckert – Seeber/Mohme 3:6, 6:4, 6:1
Brauns/Mahrholz – Zeihn/Pefestorff 6:2, 6:1

von Max Pefestorff