„Ich möchte mein bestes Tennis spielen und würde mich riesig über eine vordere Platzierung freuen“, so lautete das Ziel der neunjährigen Jill Wrobel im Interview mit der Volksstimme vor ihrem größten Turnier, den Ostdeutschen Meisterschaften im Steffi-Graf Nachwuchszentrum in Leipzig. Mit dem Silberrang und einer außerordentlich starken Turnierleistung hat das junge Tennistalent der SG Einheit Stendal ihr Ziel eindrucksvoll verwirklichen können.

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Das Nachwuchstalent der SG Einheit Stendal startete als Spitzenspielerin Sachsen-Anhalts in einem Teilnehmerfeld der Besten acht Juniorinnen der Altersklasse U9 aus den Verbänden Berlin-Brandenburg, Sachsen,Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die U9 Midcourt Konkurrenz wurde zunächst in 2 Gruppen á 4 Teilnehmerinnen organisiert. Zum Auftakt der Gruppenphase schlug die Stendalerin gegen die Nummer zwei aus Sachsen, Helene Böss (Chemie Radebeul), auf. Nach anfänglichen engeren Spielverläufen steigerte sich das junge Tennistalent und gab bei einem Stand von 3:2 kein Spiel mehr her und siegte deutlich mit 9:2. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen entschied sich die Turnierleitung einen langen Satz bis 9, mit einer zeitlichen Begrenzung von 40 Minuten, durchzuführen. Im zweiten Gruppenspiel verteilte die neunjährige mit einem 9:0 Sieg, die Höchststrafe gegen den Nachrücker aus dem eigenen Bundesland, Alina Mücke (TC Krosigk). Somit sicherte sich die Neunjährige schon vor dem abschließenden „Gruppenfinale“ gegen die bis dato ebenfalls ungeschlagene Spitzenspielerin aus Berlin, Anika Lopez Hänninen, das Ticket für das Halbfinale. Mithilfe einer konzentrierten Grundeinstellung gepaart zu druckvollen Grundschlägen entzauberte sie die Berlinerin innerhalb der Spielzeit und feierte einen 8:3 Triumph im „Finale“ ihrer Vorrundengruppe. „Einfach grandios, Jill hat genau das umgesetzt was wir ihr auf den Weg gegeben haben“ resümierte das mitgereiste Trainerduo Maximilian Pefestorff und Michael Seeber nach dem ersten Turniertag.

Foto4Für den zweiten Turniertag nahm sich die U10 Vizelandesmeisterin vor, die Früchte ihrer Erfolge vom Vortag zu ernten. Im Halbfinale gegen Sarah Ruppert (VfL Reichenbach), die Nummer Eins aus Sachsen, deutete sich mit Spielbeginn ein spannender Spielverlauf an. Beim Stand von 4:3 gelang es ihr den Aufschlag ihrer Gegnerin zu brechen und ihr eigenes Aufschlagspiel durchzubringen. Mit der 6:3 Führung im Gepäck ließ sie nichts mehr anbrennen und feierte mit dem Endergebnis von 9:4 den verdienten Finaleinzug. Im großen Spiel um die Titelkrone duellierte sich die neunjährige mit der Thüringerin Antonia Stachelroth (TC Apolda). Sichtlich nervös und aufgeregt startete die Rolandstädterin in die Partie und lag nach kurzer Spielzeit schon mit 0:3 zurück. Das die junge Jill Wrobel auch kämpfen kann bewies sie mit dem Ausgleich zum 4:4. Nach zwei schnellen Punktgewinnen lag sie im darauffolgenden Spiel bereits mit 30:0 in Front. Doch danach schlich sich unverhofft der Fehlerteufel ein gegen die technisch nicht unbedingt versierte aber klug aufspielende Thüringerin, die es verstand die Bälle präzise zu verteilen. Die 4:9 Niederlage war nach anfänglichen Tränen der Enttäuschung dann aber doch schnell der Freude über das Erreichte gewichen.

Neben Jill Wrobel starteten die Schützlinge von Thomas Schumacher, Jordi Knipp und Leon Kreutzfeldt, bei den Ostdeutschen Meisterschaften. Der 7 jährige Gardelegener Jordi Knipp sicherte sich im Kleinfeld der U8 männlich den Vizetitel und der U10 Landesmeister Leon Kreutzfeldt, der zur kommenden Saison für die SG Einheit Stendal aufschlagen wird,erspielte sich in einem starken Teilnehmerfeld auf dem Großfeld einen guten 6.Platz. Jonas Fritze vom TC Stendal, ebenfalls Schumacher Schützling, musste verletzungsbedingt das Turnier in Leipzig absagen.

Maximilian Pefestorff

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