An einem sonnigen Samstag morgen trafen sich am Hauptbahnhof zehn Aktive der SG Einheit Stendal zu einer Radtour in die Altmärkische Wische ein.

HerrenRadTour2013_0040Zunächst ging es unter der Leitung von Olaf Henning per Bahn nach Geestgottberg, um sich dann dem ersten Bildungsstützpunkt in Beuster, dem Blaulichtmuseum zuzuwenden. Sofort wurden bei der Führung im HO-Markt Erinnerungen an die alten Zeiten wach. Begeisterung erzielte in der Gruppe auch der Fuhrpark, egal ob Feuerwehrfahrzeuge, Volkspolizeiwagen , Motorrädern oder Staatskarossen.

Anschließend ging es dann auf dem Elberadweg zur kleinsten Hansestadt nach Werben. Standen vor einigen Jahren noch zahlreiche Häuser leer und waren kaum saniert, so zeigte sich die Stadt merklich verschönert und zahlreiche Häuser wurden hervorragend saniert. Nach einer kurzen Erfrischung im Freibad und anschließender Nahrungsaufnahme ging es weiter in Richtung Büttnershof. Die Fahrt auf dem Deich mit dem herrlichen Blick auf die weitläufige Auenlandschaft lässt alle die Stille genießen sowie zahlreiche Störche und Reiher bei der Futtersuche und bei deren Flugkünsten beobachten.

Von der katastrophalen Flut, die im Juni noch alle Anrainer in Angst und Schrecken versetzten und zahlreiches Leid über die Menschen brachten, war nichts zu spüren. Einzelne Anhäufungen von Sandsäcken in der Nähe der Deiche begleiteten nur noch als stumme Zeugen die Fahrt.

Im Bereich der Ortschaft Bergen ging es vorbei an einzelne Häuser und Gehöfte. Da uns die Ausschilderung des Altmarkrundkurses bzw. des Elberadweges an einer Weggabelung im Stich ließ und wir uns bei einem Anwohner versuchten bemerkbar zu machen, um nach dem Weg zu fragen, wurden wir unmittelbar in die Realität des Lebens zurückgeholt. Die Art und Weise wie uns der ältere Herr begrüßte und uns bei einer Nachfrage zur Wegbeschreibung barsch ins Wort fiel, führte bei der Radfahrtruppe augenblicklich zum Ausspruch des ABV. Es hätte nicht viel gefehlt und wir hätten alle noch stramm angestanden. So wurde die Begegnung noch während unseres Aufenthaltes im Büttnershof ausführlich ausgewertet, natürlich mit entsprechend mineralischen Getränken.

Die Weiterfahrt durch die Altmärkische Wische ging frisch gestärkt und zügig voran, bis wir auf dem Weg nach Arneburg von starkem Seiten- und teilweise Gegenwind attackiert wurden. Das Industriegebiet hinter uns liegen lassend ging es über Billberge, Storkau und Tangermünde. Dort angekommen trat dann das ein, was wir den ganzen Tag nicht wollten, eine Reifenpanne von Enrico Wesener, unserem Internetspezialisten im Verein und zugleich Fotogtrafieverrückter im positiven Sinne. Nach erster Reparatur, die ziemlich schnell erfolgte , ging es dann weiter, aber nur einige Meter und der Reifen war schon wieder „luftlos“. Da das Problem nicht vor Ort zu lösen schien wurde der „Abholdienst“ (Eckis Frau) angefordert, die dann mit dem Transporter den Gestrandeten auflas und der Rest der Truppe dann die letzten Kilometer nach Grobleben abspulte. Sportsfreund Roland Eggers, selbst Opfer der Flut, hatte es sich nicht nehmen lassen uns zum Grillen einzuladen. Ziemlich erschöpft, schließlich waren über 80 km geschafft, wurden zunächst die ersten Zipperlein behandelt. Doch schon nach kurzer Erholungsphase konnten wir uns verschiedenste Fleisch- und Wurstgerichte sowie Salate und vieles mehr einverleiben.

So gestärkt und vielleicht das ein oder andere Fleischstück zuviel, fiel es dann für einen Teil der Truppe wirklich schwer sich am späten Abend aufzuraffen und den Heimweg nach Stendal per Rad anzutreten, zumal uns bewusst war, dass noch ein langezogener Anstieg nach Hämerten zu bewältigen war.

Letztendlich kamen alle unversehrt zu Hause an, wobei die „besseren Hälften“ der Radfahrgemeinschaft der SG Einheit Stendal am gleichen Tag ebenfalls eine Radtour von Stendal nach Bertingen und Weißewarte unter der Leitung von Sabine Lange organisiert hatten.

Ein großer Dank gilt Fam. Eggers für den herrlichen Abschluss auf ihrem Anwesen mit der wundervollen Verköstigung einschließlich ihres „Taxidienstes“, dem Organisator Olaf Henning und den Herren 40+ der SG Einheit Stendal-Tennis, die dafür sorgen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder eine Radtour unternehmen werden. Ideen gibt es schon wieder reichlich .

Pressewart
Axel Achilles